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Zuverlässige Diagnostik – der Keim für eine bessere Gesundheit
Das Klinische Labor unterstützt den Arzt bei der Erstellung der Diagnose und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur zielgerichteten Behandlung seiner Patienten. Untersuchungen belegen, dass in ca. 70% aller Fälle der Laborbefund entscheidend oder unterstützend zur Diagnose beigetragen hat. Präventive Medizin ist ohne Labordiagnostik nicht vorstellbar.
Auf Anforderung des Arztes wird die Patientenprobe in einem medizinischem Laboratorium untersucht. Die In-vitro-Diagnostik-Industrie (IVD) entwickelt kontinuierlich immer leistungsfähigere Geräte und Reagenzien zum:
- Systematischen Screening gefährdeter Personengruppen;
- Erstellen oder Bestätigen der Diagnose für einen Patienten;
- Festlegen einer wirksamen Behandlung und Überwachung des Therapieerfolges.
Einige Anwendungsbeispiele der In-vitro-Diagnostik:
- Infektionskrankheiten werden durch Mikroorganismen (Bakterien, Viren oder Parasiten) ausgelöst. Das Labor analysiert die Patientenproben (Urin, Blut, Sputum, Eiter, Liquor, etc.), um entweder den Erreger direkt zu identifizieren, oder an Hand der Immunantwort des Wirtes indirekt das Vorhandensein eines Erregers nachzuweisen. Das mikrobiologische Labor ist Voraussetzung für die Diagnostik von bakteriologischen Infektionen wie z.B. Harnwegsinfektionen, Sepsis, dem Nachweis von Antibiotikaresistenzen oder der Behandlung von nosokomialen (im Krankenhaus erworbenen) Infektionen. Immunologische Tests und – noch aktueller – molekularbiologische Tests werden heute vorzugsweise in der Diagnostik und Behandlung von Virusinfektionen, wie z.B. HIV, Hepatitis und bestimmten Infektionen bei Schwangeren eingesetzt.
- Kardiovaskuläre Erkrankungen sind Schädigungen am Herzen oder den Blutgefäßen. In der Notfalldiagnostik kann ein Herzinfarkt dank des schnellen Nachweises von sogenannten „Herzmarkern", ein Hinweis für eine Zerstörung von Zellen des Herzmuskels, diagnostiziert werden. Die Venenthrombose, eine sehr häufig vorkommende und potenziell gefährliche Krankheit, kann zu einer tiefen Venenentzündung der unteren Gliedmaßen oder als zusätzliche Komplikation zu einer Lungenembolie führen. Auch hier liefert die In-vitro-Diagnostik essentielle Informationen, indem sie biologische Substanzen nachweist, die bei der Bildung eines Blutgerinnsels freigesetzt werden.
- Krebserkrankungen werden durch unkontrolliertes Wachstum abnormer Zellen hervorgerufen. Diese Zellen tragen veränderte Antigene auf ihrer Oberfläche oder streuen diese im Blut. Der Nachweis und/oder die Messung dieser Tumormarker sind Teil der Diagnostik zahlreicher Krebserkrankungen.
Die Klinische Diagnostik leistet einen wesentlichen Beitrag auch in anderen medizinischen Bereichen wie Stoffwechselerkrankungen, Allergien, Hormonelle Störungen, Hämatologie, etc.
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