• Etest® zum Nachweis von Resistenzmechanismen (Antimicrobial Resistance Detenction, ARD)

Etest® zum Nachweis von Resistenzmechanismen (Antimicrobial Resistance Detection, ARD)

Reagenzstreifen zum Nachweis resistenter Mikroorganismen

Nachweis und Bestätigung resistenter Phänotypen mit anwenderfreundlichen Teststreifen:

  • Identifizierung resistenter Mikroorganismen, Resistenztrends sowie sich ausbreitender Resistenzmuster bei klinisch relevanten Bakterien
  • Hilfe bei der therapeutischen Interpretation (S, I, R) von Ergebnissen, die mit dem vermuteten Resistenzmechanismus nicht übereinstimmen
  1. Etest® MBL IP/IPI und MBL MP/MPI: nur für Forschungszwecke (Research Use Only, RUO) in den USA
  2. Etest® AmpC: nur für Forschungszwecke (RUO)
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Antibiotikaresistenz – mit der Herausforderung Schritt halten

In Zeiten steigender Zahlen sowohl von Antibiotikaresistenzen als auch von kritisch erkrankten Patienten kommt dem Nachweis von resistenten Erregern, von Resistenztrends und von sich ausbreitenden Phänotypen bei klinisch relevanten Bakterien immer mehr Bedeutung zu. Etest® Produkte ermöglichen den einfachen Nachweis und die Bestätigung von Resistenzphänotypen der wichtigsten klinisch relevanten Mechanismen, einschließlich ESBL (Extended-Spectrum Beta-Lactamasen), MBL (Metallo-Beta-Lactamasen) und AmpC Beta-Lactamasen.

Der Etest® ARD Streifen weist auf der Oberseite eine Skala zur Ablesung der Hemmkonzentration in μg/ml auf und ist auf der Unterseite mit zwei vordefinierten, exponentiellen Gradienten der antimikrobiellen Substanz beschichtet, wobei ein Gradient zusätzlich einen Inhibitor mit konstanter Konzentration aufweist. Die Testvorbereitung folgt dem Standardprocedere für Etest, und die Streifen ergeben einen Quotienten der Hemmkonzentrationen, welcher zum Phänotyp-Nachweis unterschiedlicher Resistenzmechanismen genutzt werden kann. Der Nachweis des Resistenzmechanismus erfolgt über die Wirksamkeit des spezifischen Inhibitors. Zur Bestimmung der MHK-Werte einzelner antimikrobieller Substanzen wird der normale Etest® Streifen verwendet, der die entsprechende einzelne antimikrobielle Substanz enthält. Mit den Etest® ARD Reagenzstreifen können Sie das Spektrum des Resistenznachweises erweitern: 

  • Nachweis der Resistenz-Phänotypen, auch bei Low-Level-Resistenz
  • Hilfe bei der therapeutischen Interpretation (S, I, R) von Ergebnissen, die mit dem vermuteten Resistenzmechanismus nicht übereinstimmen
  • Hilfe bei der Ableitung der Ergebnisse für Substanzen, die nicht im Routine-Antibiogramm enthalten sind 

 

Nachweis von AmpC ß-Lactamasen

Nur für Forschungszwecke (Research Use Only, RUO)

AmpC sind ß-Lactamasen der Klasse C, die von pathogenen Organismen wie Escherichia coli gebildet werden. Sie hydrolysieren hauptsächlich Cephalosporine und Cephamycine, aber auch Penicilline und Aztreonam. Normalerweise wird AmpC in geringem Maß exprimiert und ruft keine signifikante Resistenz hervor. Aber durch Mutation oder Induktion (beispielsweise durch bestimmte Cephalosporine) kann AmpC in höheren Konzentrationen gebildet werden. 

Mit dem Etest® AmpC Streifen ist der Nachweis des AmpC-Phänotyps einfach durchzuführen. AmpC wird durch Cefotetan induziert. Der Nachweis erfolgt durch den Vergleich der HK auf der einen Seite des Teststreifens, auf dem AmpC durch Cloxacillin gehemmt wird, und der HK auf der anderen Seite, auf der sich kein Inhibitor befindet. 

ESBL Resistenznachweis 

Die Etest® ESBL (ESBL CT/CTL 16/1, ESBL TZ/TZL 32/4 und ESBL PM/PML) Streifen sind für den Nachweis von ESBL (Extended Spectrum ß-Lactamasen) durch eine Clavulansäure-Inhibion bei Escherichia coli, K. pneumoniae und K. oxytoca und anderen relevanten Spezies innerhalb der Enterobakterien bestimmt.

Etest® ESBL kann bei Verdacht auf ESBL-bildende Stämme verwendet werden, bei denen die MHK-Werte für die Testung mit anderen Methoden zu niedrig oder nicht bestimmbar sind. Die Testung soll mindestens die beiden Etest®-Streifen CT/CTL und TZ/TZL umfassen. Nicht bestimmbare Ergebnisse sollten gegebenenfalls mit den Etest® PM/PML Streifen bestätigt werden. 

Glycopeptid-Resistenznachweis  

Nur für Forschungszwecke (RUO)

Staphylococcus aureus ist häufig schwierig zu therapieren, wobei dies oft auf einer intermediären und heterogenen Resistenz gegenüber Glycopeptiden (GISA bzw. hGISA) beruht. Diese Form der Resistenz kann mit den Standardmethoden zur Bestimmung der MHK schwer nachgewiesen werden. Die Goldstandardmethode, Population Analysis Profile – Area Under the Curve (PAP-AUC), ist für die Routineanwendung in einem klinischen Mikrobiologielabor zu aufwändig. Für einen vereinfachten Nachweis von GISA- bzw. hGISA-Phänotypen wird auf dem Etest® GRD auf der einen Hälfte des Streifens ein vorgegebener Vancomycin-Gradient (VA) und auf der anderen Hälfte Teicoplanin (TP) verwendet.  

Nachweis von Metallo-ß-Lactamasen 

Nur für Forschungszwecke (Research Use Only, RUO) in den USA

Metallo-ß-Lactamasen (MBL) sind Enzyme der Klasse-B-, deren Aktivität abhängig ist von zweiwertigen Kationen wie Zink oder Cadmium. Deshalb kann ihre Aktivität durch Chelatbildner wie Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) gehemmt werden.

Zum Nachweis von MBL mit den Etest® MBL Streifen (MBL IP/IPI und MBL MP/MPI) erfolgt ein Vergleich der Hemmkonzentration eines Carbapenems alleine mit demselben Carbapenem plus EDTA. Etest® MBL IP/IPI wird hauptsächlich zum Nachweis von MBL bei Pseudomonas spp. und bei den wichtigsten Acinetobacter spp. verwendet. Etest® MBL MP/MPI ist für den Nachweis von MBL bei Enterobakterien bestimmt.

 

Produktname Produktbeschreibung B100
Best.-Nr.
B30
Best.-Nr.
Nachweis von AmpC ß-Lactamasen 
AmpC CN/CNI 32/32 Cefotetan (0,5-32 μg/ml)/Cefotetan (0,5-32 μg/ml) + Cloxacillin (konstante Konzentration) 537108 537100
Glycopeptid-Resistenznachweis (RUO)
GRD VA/TP 32/32 Vancomycin (0,5-32 μg/ml)/Teicoplanin (0,5-32 μg/ml) 537208 537200
Nachweis von MBL (Metallo-ß-Lactamasen) 
MBL IP/IPI 256/64 Imipenem (4-256 μg/ml)/ Imipenem (1-64 μg/ml) + EDTA (konstante Konzentration) 534208 534200
MBL MP/MPI 8/2 Meropenem (0,125-8 μg/ml)/Meropenem (0,032-2 μg/ml) + EDTA (konstante Konzentration) 411362 411361
Nachweis von ESBL (Extended Spectrum Beta-Lactamasen) 
ESBL CT/CTL 16/1 Cefotaxim (0,25-16 μg/ml)/Cefotaxim (0,016-1 μg/ml) + Clavulansäure (4 μg/ml, konstante Konzentration) 532208 532200
ESBL TZ/TZL 32/4 Ceftazidim (0,5-32 μg/ml)/Ceftazidim (0,064-4 μg/ml) + Clavulansäure (4 μg/ml, konstante Konzentration) 532508 532500
ESBL PM/PML 16/4 Cefepim (0,25-16 μg/ml)/Cefepim (0,064-4 μg/ml) + Clavulansäure (4 µg/ml, konstante Konzentration) 534708 534700

 

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